Mittwoch, Oktober 03, 2007

Zeitloch

Da musste ich doch heute Morgen glatt meine Gleitzeit übers Maximale dehnen. Nicht wie sonst weil die Wellen super wären, sondern abstruser Weise weil keine Wellen waren.
War in Sunshine Beach um mit eigenen Augen festzustellen, dass das Geplätscher definitiv nicht surfbar ist und um stattdessen ne Runde zu laufen und schwimmen.

Derweil ich still verträumt auf dem Sand stehe lenkt riesiges Platschen Auge und Gedanken ab.
Fontänen. Weit draußen. So ungefähr kurz vorm Horizont. Langsam bis 5 zahlen und da isser, springt, dreht sich in der Luft und klatscht auf. Zakk, links davon sein Kumpel, kleiner aber genauso massive Sprunge.
Insgesamt sind es drei Wale, weit weit draußen, bestimmt 2km oder 3km. Und trotzdem kann man sie mit bloßem Auge erkennen, den weißen Bauch bei der Drehung sehen, die abstehenden Seitenflossen. Wieder und wieder. Scheinen nicht so furchtbar viel anderes zu tun zu haben da draußen.
Ich
falle spontan in ein verzaubertes Zeitloch.

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Die meisten von uns werden soetwas nie zu Gesicht bekommen und andere zahlen viel Geld dafür. Du siehst sowas schon morgens vor der Arbeit… ich weiß gar nicht, ob ich danach noch große Lust hätte an meinen öden Schreibtisch zu gehen… wahrscheinlich würde ich ein paar Stunden lang versonnen oder dämlich (je nach Blickwinkel und Laune des Bertachters) grinsen…

9:41 AM  
Blogger myglobalsoul said...

ach Edler, der Preis den ich dafür zahle, ist leider kein geringer. Aber solche sind sie Momente oder Stunden in denen ich genau weiss warum - Keine Fragen und Alles ist richtig.
Glücklich grenzdebiles Strahlen...

2:34 PM  
Anonymous Anonym said...

Weise Worte. Das nichts umsonst ist, begreifen nur wenige und wenn dann meist sehr spät. Für mich auch ein Indiz dafür, dass Neid das überflüssigste und dümmste aller Gefühle ist. Ich wünsche dir noch viele Walsichtungen… ;-)

6:11 PM  

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