Dienstag, November 28, 2006

Have you met?

Mein soziales Leben nimmt langsam aber sicher endlich Fahrt auf. Mir altem sozial Tier hat das ja gefehlt wie nur was. So langsam wird’s, schön.

Den Anfang hat Rob gemacht, den ich bei unserer Eröffnungsparty kennen gelernt hatte und der dann Claudi und mich zu ner Dinnerparty bei sich eingeladen hat, bei der auch surfing Shawn und seine Freundin Elly waren.

Dann habe ich bei dem Surfmovie Pico kennen gelernt. Pico ist Mukker, hat viele Soundtracks für Surffilme gemacht sowie die Musik zu den Rip curl Roadshows, in Japan, Brasilien, Irland und Frankreich gespielt und damit war klar, dass ich die fürs J haben wollte. Nebenbei ist der auch noch schwer nett und hat letzten Donnerstag im Sol in Coolum gespielt. Nein, nicht so außerdem hat der ne echt super Freundin. Mit selbiger bin ich zu dem Gig gefahren, unterwegs wollten wir noch Freunde von ihr abholen und ins Auto springen Shawn und Elly. Lach, Ihr nun wieder…

Guter Gig, gute Bar und dank der großartigen australische Art, jeden Bekannten am Ärmchen zu zupfen und zu sagen „hey, Marc, Tom, Jai, have you met Silke?“ noch mehr Leute von Picos Gang kennen gelernt. Morgen Abend bin ich übrigens wieder bei denen.

Musikalische Eindrücke unter: http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendID=88183917

Freitag leicht übermüdet zur kurzen Schicht angetreten, denn ab mittags musste ich ja ne ruhige Kugel übers heilige Grün schieben. Dabei habe ich Michelle in mein Herz geschlossen, die sich nicht nur durch ein, bei jüngeren Australiern ausgesprochen beliebtes, Anheben der Stimme am Ende einer jeden Aussage, auszeichnet. Additiv wird gerne ein „ey“ eingestreut, was das Ganze endgültig, recht subtil in eine Frage verkehrt. Sehr lustig, ey?
Mit dieser Gang danach auf diverse Absacker nach Peregian, wo das Thema unweigerlich auf das nahende Grandfinal des Tri Nation Cups Australien – Neuseeland kam. Ohne Widerrede ode Einverständnisserklärung der Eltern abzuwarten, ward umgehend beschlossene, dass ich am Samstag mitkommen musste, selbiges im Yacht Club zu gucken. Besonders interes- und brisant, weil sie mit nem hier lebenden Ex-Engländer, seines Zeichens bekehrtem Kiwi, zusammen ist, der seine und sie ihre 17 besten Freunde im Schlepp hatten. Grosses Tennis, äh Rugby.

Sonntag mit Rob, Shawn und Elly zum Sunshine Surfclub. Meine Aussage „wie um 5 schon treffen, seid Ihr irre? Wer soll denn und wie soll ich bitte so früh da sein?“ wurde müde belächelt. So voll wie im Unkelbach an Karneval... Rob wollte mit mir das berühmte „hey, have you met Silke?“ Spiel spielen. Nun habe ich leider etwas länger gebraucht um mich durch viele bekannte Gesichter nach draußen vorzuarbeiten. Ja, ich weiß, dass das Dein Surfclub ist, aber *grins* „Hey, have you met Rob?“

Der Surfclub wohnt auf Klippen über Sunshine Beach. Hinter der Terrasse fallen die Klippen steil ab auf den Sand. Plopp. Die Luft ist klar, leicht Salz haltig, die Stimmung gehoben, ein Kaltgetränk in der Hand, die untergehende Sonne im Rücken, rollt der Pazifik in einer endlosen Reihe wunderschöner großer Wellen auf den weißen Sand von sunshine beach.
Kein Wunder, dass ich dort in fast allen Gesichtern pure Freude am Leben gesehen habe...