Verloren
Meistens ist die Welt morgens um 6 sehr in Ordnung.
Nicht wenn man Anrufe aus Deutschland bekommt, das habe ich schon vor Jahren in Tokyo gelernt. Mein Papa ist mal eben schwupps im Krankenhaus und ob die beiden am Samstag in ein Flugzeug steigen um zu mir zu kommen, muss sich zeigen.
Ich fuehle mich hilflos. Waere ich da, waere ich bei meiner Mama, wir wuerden Zeit verbringen, zusammen ins Krankenhaus fahren, wir waeren fuer uns da und irgendwann wuerde unser Sonnenschein mit dem Sarkasmus seine rettende Kombination eingehen.
Nun sitze ich aber am anderen Ende der Welt fuehle mich unendlich weit weg und hilflos. Prophylaktisch habe ich schonmal die Verfuegbarkeit von Fluegen geckeckt und warte darauf dass es hier endlich Donnerstag Abend wird und ich somit erfahre ob ich am Montag morgen nach Brisbane fahre um Mama und Papa abzuholen oder ob ich vielleicht Mitte der Woche selbst in einen Flieger springe.
"Gute Frau ich bin dazu da Leben zu retten, nicht Fluege nach Australien"
Wenn ein geliebter Mensch im Krankenhaus ist, ist diese Machtlosigkeit eh grausam. Dieses Gefuehl der totalen Kontrollabgabe. Vor Ort hat man aber wenigstens das Gefuehl etwas sinnvolles zu tun, weil man zumindest fuer einander da ist.
Ich bin so unendlich weit weg und kann nur warten und dabei versuchen dem ohnmaechtigen Gefuehl zu entkommen. Ganz schoen beschissen, das.
Nicht wenn man Anrufe aus Deutschland bekommt, das habe ich schon vor Jahren in Tokyo gelernt. Mein Papa ist mal eben schwupps im Krankenhaus und ob die beiden am Samstag in ein Flugzeug steigen um zu mir zu kommen, muss sich zeigen.
Ich fuehle mich hilflos. Waere ich da, waere ich bei meiner Mama, wir wuerden Zeit verbringen, zusammen ins Krankenhaus fahren, wir waeren fuer uns da und irgendwann wuerde unser Sonnenschein mit dem Sarkasmus seine rettende Kombination eingehen.
Nun sitze ich aber am anderen Ende der Welt fuehle mich unendlich weit weg und hilflos. Prophylaktisch habe ich schonmal die Verfuegbarkeit von Fluegen geckeckt und warte darauf dass es hier endlich Donnerstag Abend wird und ich somit erfahre ob ich am Montag morgen nach Brisbane fahre um Mama und Papa abzuholen oder ob ich vielleicht Mitte der Woche selbst in einen Flieger springe.
"Gute Frau ich bin dazu da Leben zu retten, nicht Fluege nach Australien"
Wenn ein geliebter Mensch im Krankenhaus ist, ist diese Machtlosigkeit eh grausam. Dieses Gefuehl der totalen Kontrollabgabe. Vor Ort hat man aber wenigstens das Gefuehl etwas sinnvolles zu tun, weil man zumindest fuer einander da ist.
Ich bin so unendlich weit weg und kann nur warten und dabei versuchen dem ohnmaechtigen Gefuehl zu entkommen. Ganz schoen beschissen, das.

5 Comments:
Oh nein! Ich kann mir vorstellen, wie hilflos du dich fühlst. Aber die beiden machen das schon und dann wird die Reise eben ein bißchen verschoben. Kopf hoch!
So ein Schiet! Ich hoffe es ist nichts zu ernstes! Ich fuehl mit dir und kann deine Hilflosigkeit nachvollziehen. Gerade wo man nicht nur ein paar hundert Kilometer weg ist.
Aber ich stimme Steini voll zu. Deine Eltern machen das schon und Australien ist ja noch länger da, oder? Also auch von mir ein: Kopf hoch!!
Oh Je... Aber jetzt im Kanon: Das... wird... wieder!!!! Dein Vater ist ein zäher Bursche. Der macht das schon... Und im zweifel kommen wir alle rüber und halten das Händchen... Australien ist doch um die Ecke. Da nehm ich den Bus;) Dicken Knutscher und fühl dich gedrückt *handüberdenkopfstreichel*
Hi,
wird bestimmt alles gut. Ist schon ein doofes Gefühl. Keno (Sohn) ist auch gerade im Krankenhaus. Er musste heute operiert werden. Zwar nur ein kleiner Eingriff, aber es war schrecklich ihn an der OP Tür abgeben zu müssen. OP ist aber gut gelaufen und mit eine bischen Glück kommt er in ein paar Tagen schon wieder raus.
Also, kopf hoch...
Halt die Ohren steif & uns auf dem Laufenden. Dein Dad fühlt ganz ganz sicher das du da bist, und das weiss der, egal ob du in Köln Porz oder Noosa Head hockst! Ich weiss das! Versuch tapfer zu sein und ruf an, wenn dir danach ist zu jammern und zu klagen. Klar? Dani
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