Donnerstag, April 12, 2007

Bastel und Werkstunde

Kann man in einem Tag, ausschlafen, sämtliches Material beschaffen, daraus ein simples Wasserspielzeug basteln und es am selben Tag zum Stapellauf bringen?

Da ich noch nie besonders gut im Nähen von Luftmatratzen, dafür aber notgedrungen Meister im Bob „geplatzte-Naht-Wurst-LuMa No. 1“ war, lag nichts näher als eine Holzplanke in eine hoffentlich body-surf-bare zu verwandeln.

Nun denn. Auf geht’s zum lokalen Mitre 10 - aka Obi - und eine hübsche, wenig krumme, vorzugsweise mit wasserfestem Leim geleimte, Furnierplatte gewählt und dank Ute und starkem Kerl hinterm Haus auf die „ein Bügelbratt macht auch ne Werkbank“ gewuchtet. Okay, ein echter „Alaia“ ist aus dem einiges leichteren und stabileren Holz der Paulownien, aber die wollte ich nicht mal eben heimlich fällen.

Wir sehen: Ein fertiges, echtes, aus besagtem Holz geschnitztes Alaia-Model auf reichlich unfertiger Spanplatte an Bügelbrett. Und nu?


Nu malen wir mal nen groben Umriss und damit auch keiner vergisst, dass oben besser rund und unten eckig ist, schreiben wir oben „Nase“ drauf. Den Nachbarn zu Liebe mal kurz die Kreissäge angesetzt, für die Rundungen gegen Stichsäge getauscht und weil das Ding auch ohne Finnen und Schweden die Spur halten soll braucht es auf der Unterseite ein wenig Rundung. Sägen darf ich auch und am Hobel und im Abschleifen bin ich eh Queen... !

Schick finde ich, dass durch die Rundung die verschiedenen Furnierplattenlagen sichtbar werden. Stolz wie Oskar um kurz vor fünf das frisch geölte neue Spielzeug ins Auto geladen um es schnell vor Sonnenuntergang zu testen. Stapellauf erfolgreich absolviert, Yesss!

Auch wenn die Schwimmeigenschaften von nem Paulownien-Alaia eindeutig besser sind und meine Furnierplanke vielleicht etwas rough anmutet, ist sie aber durchaus funktionabel. Und vor Allem: mit Liebe geshaped.
Für die Meisterung der Handhabung meines Alaias, muss ich wohl weitaus mehr Zeit einkalkulieren als für die Herstellung. Und mit Handhabung meine ich vorest (also so ca. für die nächsten 17 Monate) eindeutig nur im Liegen ne Welle zu schnappen, ohne walhweise die Nase oder mich selbst nach 2 Metern kopfüber in den Sand zu buddeln.

Was ein ganz grossartiges neues Spielzeug!

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Bist du sicher, dass du nicht aus Versehen das Bügelbrett als Vorlage genommen hast? Egal, hypsch isses geworden.

Und da du ja nun Erfahrung hast, zeig uns doch beim nächsten mal bitte, wie man ein Modell der Titanic im Maßstab 1:1 aus dem Vollen fräst.

2:02 PM  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

Wäre es despektierlich, von einer Seifenkiste unter den Wasserfahrzeugen zu reden? ;-)

6:04 PM  
Blogger myglobalsoul said...

Prust, Steini kooorrekkt! Alaia an sich ist zwar echt die Königsklasse aber meiner läuft ganz klar unter Seifenkiste. Ich liebe die Kiste trotzdem.

11:57 PM  

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