Donnerstag, August 10, 2006

Reduktion auf 40 kg

Wenn der geneigte Leser sich mal bitte in seiner Wohnung umschauen mag wird er schnell feststellen, dass dort Plunder herumsteht, der weitaus mehr wiegt als 40 kg.

Meine Wohnung ist ja nun vergleichsweise eher spartanisch. Das liegt wohl einerseits am Vagabundentum und andererseits an einer weg fliegenden Präferenzsetzung „was soll die Couch kosten? Moment dafür kann ich doch 2 mal für je drei Wochen Urlaub in Asien machen. Im Winter. Dann brauche ich die ja kaum noch…“

Nun denn. Trotzdem wiegt mein gesammelter Plunder schätzungsweise 500 Kg. Um diese auf 40 Kg einzudampfen, bin ich heute morgen wie folgt vorgegangen:

Zum Aufwärmen mal kurz in die Küche und spontan einfach vergessen was da drin steht und liegt. Okay, okay, je eine Flasche Rotwein und Wasser kommt ins Handgepäck. Einverstanden.

Den Weg in den Keller und auf den Dachboden habe ich mir direkt gespart, So weiß ich wenigstens nicht genau was ich da so Alles zu vergessen habe. Urks, äh will sagen: geht doch.

Die Gehirnwäsche wird zunehmend schwieriger aber trotzdem blende ich sämtliche Dinge wie Stereoanlage, TV, mein heiß geliebtes und 17 Zentner schweres Transistor Radio, den großen 4kg Buddha, Plattenspieler etc. aus.

Wo es gerade so gut läuft, subtrahiere ich vom Gesamtgepäck einfach noch sämtliche Fahrräder (die Gazelle tat weh, mist), Möbelstücke und Autos (der weiße Wal, aua!). Gut so. Geht doch.

Ich stehe vor meinen CDs und das blutende Herz wird vollends zum weidwunden Reh.

Um irgendwie voran zukommen baue ich selbigem eine Schutzhütte. Diese besteht aus zwei rettende Umzugskartons, die mit maximal 20 kg gefüllt werden können und ich bilde dem Reh - in vollständiger geistiger Umnachtung mal eben ein - dass es ein Leichtes wird die komplette CD Sammlung sowie die 100 wichtigsten Bücher in den beiden Kartons unterzubringen. Okay vielleicht nehme ich auch drei.

aua.

Es naht die Rettung in Form meiner externen Festplatte. Es liegen nur noch ca. 127,5 Tage digitalisieren vor mir, sollte also problemlos zu schaffen sein.

Es bleibt das Bad. Fazit: kann man alles da kaufen.

Was jetzt noch bleibt sind wichtige Dokumente und der Kleiderschrank. Und Schuhe. Und essentielles wie Moquito Netz, Schlafsack,

Das Ergebnis sehen wir hier. 38,3 kg.


F*** that hurt. Egal, alles nur Zeug. Nichts woran das Herz wirklich hängt. Ruhe jetzt. auch CDs sind nur Datenträger.

Ich pack dann mal wieder aus und zieh mir mal kurz die Decke übern Kopf, die bleibt übrigens auch hier…

2 Comments:

Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

Du Arme. Mein Mitgefühl. Ohne das Lieblings-Spielzeug bei Tante Edith zu übernachten, war als Kind auch immer grausam. Der Schrank erinnert mich etwas an Audrey Hepburn in "Geschichte einer Nonne", wie sie in der Schlußszene mit einem kleinen Köfferchen zur Hintertür rausschleicht. Aber Du kannst Deinen Zoo (Gazelle, Wal, Reh) doch zwischenbunkern, oder? Dann tut's vielleicht nicht so weh.

1:06 PM  
Blogger myglobalsoul said...

Lach, mein Zoo. Danke Steini. Meine Eltern sind ja Gutes gewohnt und belastbar. Trotzdem werden sie auch nicht mir zu liebe zu Moby Dick mutieren.
Aber der der Rest wird dort bestens umsorgt werden. Wobei mir einfällt, da ist ja schon so Einiges. Na also.

4:03 PM  

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