Arbeit macht Arbeit
So, heute war also Schluss mit lustig.
Besonders unlustig fand ich die gesetzte Anfangszeit von 08:30.
Zum Mitschreiben: dies bedeutet um 08:30 da sein! Ich habe ja echt kein Problem damit abends bis in die Puppen zu arbeiten, aber morgens um halb neun schon irgendwo sein zu müssen und obendrein so auszusehen als sei man aufnahmefähig, müsste eigentlich gegen die Genfer Konvention sein...
Dann fiel mir gestern Abend noch auf, dass man dies wohl nun wieder Angestelltenverhältnis nennt. Ich hab nix gegen Verhältnisse mit Angestellten aber das ich wieder eins eingehen soll, erschien mir ausgesprochen bedrohlich! Leichte Steigerung erfolgte durch die Wahrnehmung, dass 20 Tage Urlaub dann wohl 4 Wochen sind.
Meine resultierende Panikattacke wurde mit wohlmeinenden Telefonaten, Mails und SMSen niedergerungen.
08:30 @ the J…
Unser kleines, junges Team erscheint mir schon mal ausgesprochen nett. Guter Start.
Um das „J“ herum herrscht immer noch Baustelle, Office, Computer und Telefone gibt es noch nicht, dafür ist die offizielle Eröffnung am 27. Oktober, holla. Auf geht’s!
Den Rest des Tages habe ich dann sauber losgeplockert und habe nun das Gefühl, dass die nächsten x Wochen richtig viel Arbeit werden, viel Spaß machen können und ich danach halb Noosa kenne.
Was ist nun eigentlich „The J“?
Der Ursprungsgedanke war: Ein youth center sollte her, vielleicht auch ein youth and community center und dank diverser Sponsoren wurde ein feines feines Center gebaut.
Es gab zwar schon ein youth center, aber das fungierte mehr als „drop in center“ (das „drop in“ ist ein Zentrum vom Council für jugendliche drop outs, in dem auch counselling gereicht wird…)
Das hier sollte „state of the art“ werden und sich ganz verwegen selbst tragen können. Dafür würde flux ein hoch motivierter Typ mit Ideen, Ahnung im Eventbereich und weil mehr p.c. mit youth center Hintergrund engagiert. Da ist er nun, Leon, Manager vom J, der in kurzer Zeit einen richtig guten Veranstaltungsort für Konzerte, Theater, Filmfestivals etc., mit amtlicher P.A., großer Bühne, schickem Auditorium und Café / Bar geschaffen hat. Dass die Entwicklung nicht Alle großartig finden, weil neue Dinge Alte verändern, ist mal klar, aber das Betreten einer Miene bemerkt man wohl recht unmittelbar…Egal, das hier kann funktionieren, ein großer Spaß werden und bietet reichlich Gestaltungsspielraum und –bedarf an allen Ecken.
Und deswegen gehe ich da auch morgen wieder hin, toll ne? Aber zuerst muss ich morgen früh den offiziellen Einweisungsteil beim Council nachholen.

6 Comments:
Heißen die eigentlich alle Leon da in Australien? Wie dem auch sei - hoffentlich wissen die, dass sie mit deiner Einstellung den Grundstein für die Etablierung einer schmutzigen, ungesunden und verderblichen Subkultur im beschaulichen Noosa gelegt haben. :-) 667: One step ahead of the devil.
Ich sehe es schon vor mir. In 1-2 Jahren ist Noosa der kulturelle Nabel Australiens. Unbekannte deutsche Musikgrößen werden zu umjubelten Gigs eingegflogen und mischen Down Under auf. Soccer Turniere revolutionieren die Sportwelt Australiens und der FC K kommt gern zu Freundschafts- und Trainingsspielen vorbei. Und über all dem, mit seeligem Lächeln, Sille, Cultural Consultant ;-))
Ja, und nen Club wird's dann auch geben: Salon des australiteurs.
Ey, Isch spiel da wat dat Zeusch hält, Schnucki:) Aufm Kamm kann isch auch die janzen deutschen Schlager blasen... wenn dat nisch Kultur is, dann weisischet nit... Prost...:)
Guter Name!
Ich führe einen monatlichen "Krautis rock" Abend ein und fliege dazu weit über die Grenzen von Unterbilk und Pempelfort bekannte Kammbläser und Verstärkerzerstörer ein.
Übrigens habe ich schon, grenz erfolglos, für Kicker statt pool table plädiert...
Ich hätte da noch ne Mundorgel :-)
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