Kleine Einführung…
Scotty, seines Zeichens Manager des örtlichen Bowlsclubs, kam neulich mit einer gar großartigen Geschichte aus seinem Arbeitsleben um die Ecke.
Okay, fangen wir vorne an: Wat isse ne Bowlsclub? Rasen Bowling, hat was von Boule auf ner Überdosis Valium, hauptsächlich praktiziert von Rentnern, denn die Adrenalinausschüttung liegt Herzinfarktfreundlich noch unter der von Cricket…
Bowls Clubs sind eine echte australische Institution, bei der Bowls auch gerne mal in den Hintergrund der vordergründigen Bar rückt (mindestens eine, Tendenz zu zwei), Pokies, Restaurant. Also nicht ganz kleine Etablissements...
Durch Bowls ist das Ding den ganzen Tag und Abend immer gut gefüllt, wodurch sich eine gewisse Nähe zum wirklichen Leben zweifelsohne nicht verleugnen lässt.
Nun denn: einer der „regulars“ (nette Umschreibung für kurz-vor-Betty-Ford) steht an der Bar.
Die Frau selbigen Regulars war am Tag zuvor verstorben. Auch wenn alle schon längst wussten, dass er sie nun echt nie geliebt hat, entstand trotzdem diese leichte Stille in der Luft.
Zur allgemeinen Entspannung und weil man sich auch hier durchaus der guten Sitten bewusst ist, geht Scotty zu ihm hin, nimmt sich Zeit und ihn beiseite, um zu sagen, was man halt zu jemandem in dieser Situation sagt.
Den guten Sitten entsprechend, mit der Antwort, des frisch gebackenen Witwers, umzugehen war allerdings ein ganz anderes Problem. Selbige konnte kaum kürzer und trockener ausfallen:
„No worries mate, she’ll be right“

2 Comments:
Der Australier an sich scheint doch eine echte Emotionskanone zu sein. Toll. Pragmatismus at its best...
Bloss nicht zu lange mit Dingen aufhalten die man eh nicht mehr ändern kann...
Irgendwie erinnert mich das an Ali G. alias Borat aus Kasachstan, wo er gepflegte Konversation am Tisch mit distinguierten englischen Senioren üben soll: "Last year my wife died!" "Oh, Oh, that's terrible!" "Oh, no problem. It's OK, I have a new one. She's better than the old one"
Pruust.
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