Donnerstag, April 19, 2007

Mönche

Letzte Woche waren die Tashi Lhunpo Monks aus Tibet zu Gast im J.

Ich finde so was ja grundsätzlich schon mal schwer faszinierend, alleine die Tatsache dem weltlichen Leben abzuschwören und dabei so unglaublich viel Spaß am Leben zu atmen.

Nach der Morgenmeditation, mit stetig wachsendem Kreis der Öffentlichkeit, gehen die Herren einem relativ normalen 9 – 5 Job nach. Sie arbeiten mit unfassbarer Geduld am Sand Mandala, sprich es werden bedeutungsvolle Muster aus farbigem Sand gebastelt, hier das longlife Mandala. Da der Sand nur lose drauf liegt, ist Husten mal nicht so angesagt. Eine unglaubliche Übung in Geduld, Ruhe, Konzentration und mal nix für Leute mit Tatterich.


Nichts ist für die Ewigkeit, man soll an nichts sein Herz hängen, auch nicht an schöne oder Dinge. Also wird es nach Fertigstellung kurz geweiht, zusammengekehrt, in einer kleinen Prozession zum Strand getragen und der Natur zurück übereignet...

Wohl auch unter den etwas konsternierten Blicken diverser Strand Urlauber.

Ich fand es ziemlich beeindruckend parallel dort einer total kommerziellen Tätigkeit nachzugehen, wo nebenan Mönche ein ziemliches Gegenteil tun und sie möglicht un kommerziell nebenbei zu vermarkten. Merkwürdig. Aber natürlich auch der großartige Luxus hin und wieder mal reinzuschauen und sich ganz entspannt über die wirklich wichtigen Dinge zu unterhalten.

Anfangs hatte ich mit dem Gedanken gespielt mir eine der raren Privatkonsultation / Vorhersehungen zu gönnen. Bei Befragung ihres „Tour Managers“ hat der mich angeguckt und laut gelacht, „quatsch, Du? Brauchst Du nicht, so was brauchen Leute mit Problemen.“ Und das von quasi sehender, offizieller Stelle, Danke!

Ich könnte mir hier nun echt nen Wolf tippern weil ich so vieles wieder neu und auch ganz neu faszinierend fand, was mit Sicherheit auch ganz viel, mit der in 5 Tagen entstandenen Nähe und Vertrautheit zu tun hat. Mönche sind ja von Berufswegen entspannt, unendlich gelassen und strahlen absolute Freude und Begeisterungsfähigkeit für die simpelsten Dinge aus.

Meine Vertrautheit hingegen musste und ist stetig gewachsen, hat Gespräche auf anderem Niveau und nen komplett entspannten Umgang zugelassen. Aber gibt es eine bessere vertrauensbildende Maßnahme als mit drei Mönchen, Ben und einer Orange auf dem Parkplatz das vorangegangene Championsleague Spiel nachzuspielen?
Davon gibt es leider kein Bildmaterial aber Tenzin hat mir die Lebensfreude-pur-Fotos gegeben, Entstanden als er die drei in der Nähe von Melbourne an den Strand geschleppt hat: Yessss!

4 Comments:

Blogger mac said...

So Leute beneide ich ja sehr um Ihre Entspanntheit. Ich hatte mal eine zeitlang kontakt zu Lama Ole Nydahl, der, obwohl er schon über 60 Jahre ist, viel jünger aussah und extrem entspannt war.

Oommmmmhhhhhhhhh...

3:01 PM  
Blogger Bob said...

Ich habe auch wirklich große Ehrfurcht vor diesen Herren. Die leisten etwas zu dem ich (noch) nicht im Stande wäre... Toll! Das ist das erklärte Ziel. Irgendwann mit der eigenen Existenz im Reinen sein und die Dinge nehmen wie sie sind. Sein Glück nicht an Irdisches hängen und jeden Moment in Demut und Dankbarkeit zu geniesen... OK. Morgen vielleicht.

Die springenden Mönche sind super. :)

8:35 AM  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

Party-Mönche, wie geil. Echt besser als die ewig langweiligen Strandtuch-Verkäuferinnen.

9:48 AM  
Blogger Tante Mürbchen said...

Meine Güte, Sand zusammen kehren kann ich auch super, ob da noch ne Stelle frei ist? Unsereins würde das Zeug in Tütchen abfüllen und für ein heiden Geld verkoofen... der Natur zurück geben, tststs... stark.

4:25 PM  

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